{"id":303,"date":"2012-10-16T14:27:43","date_gmt":"2012-10-16T12:27:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sebastian-zenner.de\/?p=303"},"modified":"2012-10-16T14:27:43","modified_gmt":"2012-10-16T12:27:43","slug":"verknupfung-von-unterricht-und-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sebastian-zenner.de\/?p=303","title":{"rendered":"Verkn\u00fcpfung von Unterricht und Sport"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zahlreiche Titel f\u00fcr Rotenb\u00fchl-Sch\u00fcler \u2013 Puhl und Bimperling in London dabei Eliteschule unterst\u00fctzt Nachwuchssportler im Saarland \u2013 Schulzeitstreckung m\u00f6glich \u2013 SZ-Serie, Teil 5<\/strong><\/p>\n<p>Seit 2005 tr\u00e4gt das Gymnasium am Rotenb\u00fchl den Titel \u201eEliteschule des Sports\u201c. Im kommenden Schuljahr wird sie \u00fcber 1000 Sch\u00fcler umfassen, die Unterricht und Sport effizient kombinieren k\u00f6nnen. Jahr f\u00fcr Jahr feiert das Gymnasium am Rotenb\u00fchl als Eliteschule des Sports Erfolge. Auch 2012 haben die Sch\u00fcler international gegl\u00e4nzt \u2013 manche haben es sogar zu Olympia geschafft.Im Saarland werden gezielt Sch\u00fclerinnen gef\u00f6rdert, die einen Weg in Richtung Profi-Fu\u00dfball einschlagen wollen. Entscheidende Faktoren sind hier das famili\u00e4re Umfeld, die r\u00e4umliche N\u00e4he und die Vernetzung der Sportf\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Saarbr\u00fccken. \u201eElite bezeichnet eine Gruppierung \u00fcberdurchschnittlich qualifizierter Personen\u201c, lautet die verk\u00fcrzte Definition einer popul\u00e4ren Internet-Enzyklop\u00e4die. Seit dem 15. September 2005 tr\u00e4gt das Gymnasium am Rotenb\u00fchl den Titel \u201eEliteschule des Sports\u201c und sorgt seither daf\u00fcr, dass zahlreiche sportlich talentierte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu diesen \u201e\u00fcberdurchschnittlich qualifizierten Personen\u201c ihrer Sportart werden. Bundesweit gibt es 38 Schule-Leistungssport-Verbundsysteme, dem das G\u00fctesiegel \u201eEliteschule\u201c vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verliehen wurde. Das Gymnasium am Rotenb\u00fchl, dessen wichtigster Partner der Landessportverband f\u00fcr das Saarland (LSVS) ist, stellt die einzige im Saarland.<\/p>\n<p>\u00dcber 1000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besuchen das Gymnasium am Rotenb\u00fchl im kommenden Schuljahr, 259 davon sind saarl\u00e4ndische Nachwuchssportler, die in elf Sportklassen untergebracht sein werden. Etwa 115 von ihnen geh\u00f6ren zu Schulbeginn einem Landeskader und mindestens 21 sogar einem Bundeskader ihrer jeweiligen Sportart an. Zahlen, \u00fcber die sich Lothar Altmeyer, Leiter des Sportzweigs, freut: \u201eInsgesamt sind wir nat\u00fcrlich stolz darauf, dass wir die Anzahl der Sportsch\u00fcler noch einmal steigern konnten und mittlerweile \u00fcber unserem damaligen Ansatz liegen, wonach wir 250 Sch\u00fcler als Endstufe zum Ziel hatten\u201c, sagt Altmeyer und erkl\u00e4rt: \u201eDadurch, dass wir in der Klasse f\u00fcnf seit dem vergangenen Jahr immer zwei statt nur einer Sportklasse einstufen, kommen wir \u00fcber diese Zahl hinaus.\u201c Der Andrang auf Sportklassen ist zu gro\u00df, um nur eine Klasse aufzunehmen. Und das, obwohl es einen Aufnahmetest gibt. Bis vor zwei Jahren musste die Schule mehr Bewerber abweisen als aufnehmen, mittlerweile nimmt sie etwa die H\u00e4lfte an. \u201eIn den kommenden Jahren werden wir uns wohl der Zahl 300 n\u00e4hern\u201c, prophezeit Altmeyer.<\/p>\n<p>Die Sportarten, die von der Eliteschule unterst\u00fctzt werden, sind Badminton, Fu\u00dfball, Ger\u00e4tturnen, Handball, Leichtathletik, Ringen, Rhythmische Sportgymnastik, Rudern, Schwimmen, Tennis, Tischtennis und Triathlon. Der gewichtigste Vorteil f\u00fcr die Elitesch\u00fclerinnen und Elitesch\u00fcler sind die nahezu optimalen Trainings- und F\u00f6rderbedingungen. Durch die Anbindung an die professionell ausgestattete Sportst\u00e4tten der Hermann-Neuberger Sportschule in Saarbr\u00fccken, den Olympiast\u00fctzpunkt Rheinland-Pfalz\/Saarland sowie zu den sportwissenschaftlichen und sportmedizinischen Instituten der Universit\u00e4t des Saarlandes k\u00f6nnen die Nachwuchssportler effizient gef\u00f6rdert werden. Der Sportzweig des Gymnasiums erm\u00f6glicht seinen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern durch die effiziente und altersgerechte Kombination von Training und Unterricht, Leistungssport zu betreiben, ohne die schulischen Leistungen zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p>In den Klassenstufen f\u00fcnf und sechs haben die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Sportzweigs vier Unterrichtsstunden Sport pro Woche, dazu kommen nachmittags zwei Stunden Trainings-AG mit halbj\u00e4hrlich wechselnden Sportarten \u2013 eine \u201evielseitige Sportartenerprobung\u201c, wie es die Schule selbst nennt. In der Klassenstufe sieben gibt es f\u00fcnf Unterrichtsstunden Sport und es findet die Orientierung zu einer Spezialsportart statt. Au\u00dferdem m\u00fcssen die Siebtkl\u00e4sslerinnen und Siebtkl\u00e4ssler einen motorischen Aufnahmetest f\u00fcr die achte Klasse bestehen. Gelingt dies, wird der Sportunterricht in den Klassen acht bis zehn auf sechs Wochenstunden erh\u00f6ht, wobei vier Stunden in der jeweiligen Spezialsportart abgehalten werden. Daf\u00fcr entf\u00e4llt die dritte Fremdsprache und Sport wird zum schriftlichen Fach. In der Oberstufe, also den Klassen elf bis maximal 13, ist Sport dann Hauptfach, in das die auch die jeweilige Spezialsportart eingebracht wird. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben die M\u00f6glichkeit der Schulzeitstreckung, also der Verl\u00e4ngerung der Unterrichtszeit (eigentlich bis 12. Klasse) um ein Jahr. Das hat sich nach der Einf\u00fchrung vor drei Jahren laut Altmeyer positiv ausgewirkt.<\/p>\n<p>rotenbuehlgym.de<\/p>\n<h1>N\u00e4chster Halt: Olympia<\/h1>\n<p><strong>Saarbr\u00fccken.<\/strong> Dass die Einrichtung der Eliteschule des Sports in Saarbr\u00fccken sich gelohnt hat, zeigen die j\u00fcngsten Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Mira Bimperling und Cathrin Puhl aus der Rhythmischen Sportgymnastik (beide Jahrgang 1994, TV Rehlingen) sind sogar bei Olympia in London vertreten. Sie wurden in der Saarbr\u00fccker Eliteschule in Sportklassen eingeschult, worauf der Leiter des Sportzweigs, Lothar Altmeyer, stolz ist: \u201eEs sollte das Ziel einer jeden Eliteschule des Sports sein, Sch\u00fcler zu Olympischen Spielen schicken zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Mannschaften der Eliteschule sind bei \u201eJugend trainiert f\u00fcr Olympia\u201c sehr erfolgreich. Insgesamt konnten sie seit 2005 15 Medaillen gewinnen \u2013 darunter vier goldene (2012: Tischtennis M\u00e4dchen, 2011: Team Badminton, 2010: Handball Jungen und 2008 Tischtennis Jungen). In j\u00fcngster Zeit konnten folgende Elitesch\u00fcler an renommierten Wettbewerben Erfolge feiern:<\/p>\n<p>Triathlon: Hanna Philippin (1992, VfL Sindelfingen) gewann Bronze bei der Junioren-EM 2011 und bei der Junioren-WM 2011 und wurde zur Elitesch\u00fclerin des Jahres 2011 gew\u00e4hlt. Marian Schmidt (1993) wurde bei der Junioren-EM Elfter und bester Deutscher. Jonas Breinlinger (1994) wurde bei der EM 33. Jonas Nawrath (1995, alle DJK St. Ingbert) landete dort auf Platz 41.<\/p>\n<p>Freiwasserschwimmen: Antonia Massone (1997, ATSV Saarbr\u00fccken) holte bei der Junioren-EM in der T\u00fcrkei Team-Gold mit Felix Bartels (1996, WSF Zweibr\u00fccken), der ab dem kommenden Schuljahr Saarbr\u00fccker Elitesch\u00fcler ist.<\/p>\n<p>Ringen: Marc-Antonio Von Tugginer (1993, KV Riegelsberg) wurde bei der Junioren-Europameisterschaft im griechisch-r\u00f6mischen Stil 13.<\/p>\n<p>Turnen: Pauline Sch\u00e4fer (1997, TV Eppelborn\/TV Pflugscheid-Hixberg), belegte bei der Junioren-EM mit der Mannschaft Platz f\u00fcnf und schloss die DM mit drei Medaillen (je einmal Gold, Silber und Bronze) ab.<\/p>\n<p>Leichtathletik: Die Behindertensportlerin Maike Hausberger (1995, Post SV Trier) wurde k\u00fcrzlich Vize-Europameisterin im Weitsprung und Vize-Europameisterin mit der 4&#215;100-Meter-Staffel. Sie hat deshalb gute Chancen, f\u00fcr die Paralympics 2012 nominiert zu werden.<\/p>\n<p>Handball: Yves Kunkel (1994, HSG V\u00f6lklingen\/HG Saarlouis) wurde mit der Junioren-Nationalmannschaft Europameister. Michael Schulz (1996, Saarlouis) und Jerome M\u00fcller (1996, SV Zweibr\u00fccken) nahmen im Juli am Lehrgang der A-Jugend Nationalmannschaft teil.<\/p>\n<h1>Aus dem Saarland hinein in die Fu\u00dfball-Nationalmannschaft<\/h1>\n<p><strong>Saarbr\u00fccken.<\/strong> Zwei Jahre nach der Gr\u00fcndung der Eliteschule des Sports am Gymnasium am Rotenb\u00fchl wurde in Saarbr\u00fccken eine weitere Eliteschule ins Leben gerufen: die \u201eEliteschule des M\u00e4dchen- und Frauenfu\u00dfballs\u201c. Bei ihr handelt es sich um eine Institution des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes (DFB), neben dem auch der Saarl\u00e4ndische Fu\u00dfball-Verband (SFV) und weitere Kooperationspartner zum Funktionieren beitragen: der Landessportverband f\u00fcr das Saarland (LSVS), die Partnerschulen Gymnasium am Rotenb\u00fchl, Gesamtschule Rastbachtal, Erweiterte Realschule G\u00fcdingen und die Wirtschaftsschulen Saarbr\u00fccken sowie die Fu\u00dfballvereine 1. FC Saarbr\u00fccken, SV Bardenbach, FSV J\u00e4gersburg und SV Dirmingen.<\/p>\n<p>Im gesamten deutschen Raum gibt es neben Saarbr\u00fccken lediglich drei Eliteschulen \u2013 n\u00e4mlich in Bad Neuenahr, Kamen-Kaiserau sowie in Potsdam \u2013, die sich ausschlie\u00dflich auf die fokussierte Ausbildung im M\u00e4dchen- und Frauenfu\u00dfball spezialisiert haben. Das famili\u00e4re Umfeld durch die r\u00e4umliche N\u00e4he und die engmaschige Vernetzung der Sportf\u00f6rderung im Saarland sieht man beim Deutschen Fu\u00dfball-Bund als entscheidenden Standortvorteil Saarbr\u00fcckens. Auch f\u00fcr die ehemalige Fu\u00dfball-Bundestrainerin Tina Theune-Meyer ist dies ein ausschlaggebender Faktor f\u00fcr die positive sportliche Entwicklung der Sch\u00fclerinnen im Saarland.<\/p>\n<p>Die Leiterin der Saarbr\u00fccker Eliteschule ist zugleich die Verbandssportlehrerin des Saarl\u00e4ndischen Fu\u00dfball-Verbandes, Margret Kratz. Sie war fr\u00fcher selbst Nationalspielerin und hat das Konzept f\u00fcr die erfolgreichen Eliteschulen entwickelt.<\/p>\n<p>Ihr selbsterkl\u00e4rtes Ziel ist es, Spielerinnen aus dem Saarland und den Nachbarl\u00e4ndern an den Profi-Fu\u00dfball heranzuf\u00fchren und zu Nationalspielerinnen auszubilden. Das geschieht mit einem ausgekl\u00fcgelten individuellen Trainingsplan, den Margret Kratz zusammen mit Trainern entwickelt, die sie in ihrer Arbeit unterst\u00fctzen. Diese sind: Benjamin Heinrichs, Kai Klankert, Oliver Dillinger, Jan Neubauer, Marion Zapp sowie Torwarttrainer Frank Kackert. zen<\/p>\n<p>Foto: Dietze<\/p>\n<p>\u201eWir sind nat\u00fcrlich stolz darauf, dass wir die Anzahl der Sportsch\u00fcler noch einmal steigern konnten.\u201c<\/p>\n<p>Lothar Altmeyer, Leiter des Sportzweigs<\/p>\n<p>Auf einen Blick<\/p>\n<p>Im Saarland ausgebildete Fu\u00dfballerinnen, die es in eine Nationalmannschaft ihres Jahrgangs geschafft haben, sind nach Angaben des SFV: Christina Arend (Jahrgang 1986), Meike Dinger (1987), Romina Holz (1988), Nadine Ke\u00dfler, Josephine Henning und Lisa Schwab (alle 1989), Selina Wagner (1990), Dzsenifer Marozsan und Laura Vetterlein (1992), Elisabeth Scherzberg, Jacqueline de Backer, Madita Giehl, Julia Koch und Saskia Toporski (alle 1994), Jana Schwarz, Jannika Kowatzki, Fabienne Hissler (alle 1996) und Kim Fellhauer (1998).<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht seit Anfang August 2012 in unterschiedlichen Lokalausgaben der Saarbr\u00fccker Zeitung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahlreiche Titel f\u00fcr Rotenb\u00fchl-Sch\u00fcler \u2013 Puhl und Bimperling in London dabei Eliteschule unterst\u00fctzt Nachwuchssportler im Saarland \u2013 Schulzeitstreckung m\u00f6glich \u2013 SZ-Serie, Teil 5 Seit 2005 tr\u00e4gt das Gymnasium am Rotenb\u00fchl den Titel \u201eEliteschule des Sports\u201c. 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