{"id":290,"date":"2012-10-16T13:48:22","date_gmt":"2012-10-16T11:48:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sebastian-zenner.de\/?p=290"},"modified":"2012-10-16T13:51:41","modified_gmt":"2012-10-16T11:51:41","slug":"der-bedarf-nach-mehr-sport-ist-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sebastian-zenner.de\/?p=290","title":{"rendered":"\u201eDer Bedarf nach mehr Sport ist da\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bewegungsf\u00f6rderung schon im Kindergarten sinnvoll \u2013 LSVS-Projekt seit 2003 Zus\u00e4tzliche Bewegung durch Sportklassen, Sch\u00fclermentoren und AGs \u2013 SZ-Serie \u201eSchule und Sport\u201c, Teil 2<\/strong><\/p>\n<p>Um Sch\u00fclern mehr Sportunterricht zu gew\u00e4hrleisten, haben Bildungsministerium und LSVS Sportklassen und Leistungs-AGs eingerichtet. Angebote wie Sch\u00fclermentoren bleiben jedoch weitgehend unbeachtet.Durch \u201eKids in Bewegung\u201c k\u00f6nnen Kinder bereits vor ihrem Eintritt in die Schule sportlich gef\u00f6rdert werden. Ein Baustein des Sport-Projektes ist das Mini-Sportabzeichen.<\/p>\n<p>Regionalverband. Dass man mit dem Begriff \u201eSchulsport\u201c in erster Linie den Sportunterricht in der Schule verkn\u00fcpft, ist logisch. Im Rahmen unserer Serie \u201eSchule und Sport\u201c richten wir den Blick allerdings auch auf das, was au\u00dferhalb der mehr oder weniger beliebten Schulstunde mit Sportlehrer stattfindet. Heute geht es um Initiativen und Projekte, die den klassischen Schulsport im weitesten Sinne erg\u00e4nzen sollen.<\/p>\n<p>Hier gibt es beispielsweise Sportklassen oder Arbeitsgemeinschaften (AGs). Nach den Sommerferien 2012 wird es in etwa zehn Partnerschulen des Landessportverbandes f\u00fcr das Saarland (LSVS) Sportklassen geben. Weitere sieben Schulen bieten spezielle Leistungs-AGs an. \u201eIn der Regel hat die Sportklasse sechs Stunden Sport pro Woche. Mitmachen k\u00f6nnen die Sch\u00fcler der 5. und 6. Klasse, teilweise auch der 7. Klasse\u201c, erkl\u00e4rt LSVS-Leistungssportreferentin Karin Becker von der Talentf\u00f6rderung Saar, die wie das Ministerium f\u00fcr Bildung und die Schulen selbst an der Finanzierung der Sportklassen beteiligt ist. Gew\u00f6hnliche Schulklassen im Saarland haben nur zwei Stunden Sportunterricht pro Woche. W\u00e4hrend die Sportklassen ihren zus\u00e4tzlichen Unterricht auch vormittags in den Stundenplan einflie\u00dfen lassen, finden die \u201eLeistungs-AGs\u201c immer nach dem Unterricht in der 7. und 8. Stunde statt. \u201eDer Bedarf nach mehr Sport ist bei Sch\u00fclern mit Sicherheit da, aber wir k\u00f6nnen das nicht endlos ausweiten\u201c, stellt Karin Becker, die beim LSVS auch f\u00fcr die Sportf\u00f6rderprogramme an Schulen zust\u00e4ndig ist, klar.<\/p>\n<p>Aber: Viele Schulen rufen die Angebote des LSVS und des Ministeriums einfach nicht ab. Zum Beispiel die F\u00f6rderung sogenannter \u201eSch\u00fclermentoren\u201c, die das Ministerium f\u00fcr Bildung zusammen mit dem LSVS und verschiedenen Sport-Fachverb\u00e4nden vorantreiben will. \u201eDas sollen Sch\u00fcler sein, die selbst in einem Verein Sport treiben und Interesse daran haben, anderen ihr Wissen zu vermitteln\u201c, sagt Becker. Dabei k\u00f6nnten sich die Mentoren von ihrem Verein oder dem Tr\u00e4ger der Schule etwas Taschengeld dazu verdienen. Das Problem: Die Schulen m\u00fcssen die Sch\u00fcler anwerben, ehe sie vom LSVS ausgebildet und an Schulen eingesetzt werden k\u00f6nnen. Am besten klappt dies bei Freiwilligen Ganztagsschulen mit sogenannten \u201elangen Gruppen\u201c, also Nachmittagsbetreuung bis 17 Uhr.<\/p>\n<p>Ganz allgemein mit dem Thema \u201eSport im Ganztag\u201c besch\u00e4ftigt sich die gleichnamige Arbeitsgruppe, die aus Vertretern des Bildungs- und Sportministeriums, des LSVS und der Serviceagentur \u201eGanzt\u00e4gig Lernen\u201c besteht. Sie hat einen Qualifizierungskurs ins Leben gerufen, der sich an Erzieher sowie p\u00e4dagogisches Fachpersonal richtet. \u201eZusatzqualifikation Bewegung im Ganztag\u201c hei\u00dft der aus acht Modulen bestehende Kurs, nach dessen Abschluss auch Trainerlizenzen erworben werden k\u00f6nnen. \u201eDas Problem ist: Sch\u00fclermentoren d\u00fcrfen mit den Kindern nicht allein in die Sporthalle gehen, wenn sie keine Trainerlizenz haben. Also brauchen sie jemanden, der Aufsicht f\u00fchrt\u201c, erkl\u00e4rt Karin Becker: \u201eWenn sich Erzieher f\u00fcr Sport begeistern k\u00f6nnen und sich anhand der Weiterbildung daf\u00fcr qualifizieren, k\u00f6nnen sie die Mentoren begleiten.\u201c In den unterschiedlichen Modulen w\u00fcrde das daf\u00fcr notwendige Grundwissen wie zum Beispiel zum Thema Recht und Aufsichtspflicht vermittelt.<\/p>\n<h1>Fr\u00fch \u00fcbt sich . . .<\/h1>\n<p><strong>Regionalverband.<\/strong> Nicht nur mit Hilfe der oben genannten Initiativen kann man den Schulsport erg\u00e4nzen. Schon vor dem ersten Schultag macht eine F\u00f6rderung der Beweglichkeit Sinn. \u201e\u201aKids in Bewegung&#8216; ist entwickelt worden, um Bewegungsf\u00f6rderung im Elementarbereich zu verst\u00e4rken und zu erg\u00e4nzen\u201c, erkl\u00e4rt Karin Schneider, Programmleiterin \u201eGesundheitsf\u00f6rderung im Elementarbereich\u201c des LSVS. Der Begriff \u201eElementarbereich\u201c meint Kinder bis sechs Jahre. \u201aKids in Bewegung&#8216; entstand 2003 als Pilotprojekt des LSVS zur F\u00f6rderung der Kooperation zwischen Kinderg\u00e4rten und Sportvereinen und ist nun best\u00e4ndiges, saarlandweites Programm.<\/p>\n<p>\u201eWir wissen, dass die Bewegung im Elementarbereich Motor der Entwicklung ist. Die Sprachentwicklung l\u00e4uft zum Beispiel \u00fcber Bewegung, die Hirnentwicklung bekommt ihren Input \u00fcber die Bewegung und so weiter\u201c, sagt Schneider: \u201eIn den ersten Lebensjahren setzt sich das Kind \u00fcber Bewegung mit seiner Umwelt auseinander und hat auch einen nat\u00fcrlichen Bewegungsdrang. Aber wenn es den Raum und die Zeit daf\u00fcr nicht bekommt, schl\u00e4gt sich das in verschiedenen Defiziten nieder.\u201c Diese lie\u00dfen sich sp\u00e4ter nur schwer korrigieren. \u201eEs geht nicht um die Leistung, wie schnell ein Kind laufen oder wie hoch es springen kann. Sondern darum, dass es dies \u00fcberhaupt koordinieren kann\u201c, meint Schneider: \u201eWir bekommen ungefragt R\u00fcckmeldungen von den Grundschulen, die deutliche Unterschiede merken, welche Kinder von \u201aKids in Bewegung&#8216; gef\u00f6rdert wurden. Die sind einfach fitter. Das haben auch schon die \u00c4rzte festgestellt, die Eingangsuntersuchungen machen.\u201c<\/p>\n<p>Ein Instrument von \u201aKids in Bewegung&#8216; ist das Mini-Sportabzeichen, das man fr\u00fcher als das Deutsche Sportabzeichen (ab acht Jahre) erhalten kann: Die \u00dcbungsleiter gehen in die Kinderg\u00e4rten und absolvieren spielerisch Beweglichkeits- und Geschicklichkeits-\u00dcbungen. F\u00fcr jeden Teilnehmer gibt es eine Medaille \u2013 die vielleicht f\u00fcr den Einstieg in eine Sportkarriere motiviert.<\/p>\n<h1>\u201eJugend trainiert f\u00fcr Olympia\u201c als Talentschmiede auf Schul-Ebene<\/h1>\n<p><strong>Regionalverband.<\/strong> \u201eJugend trainiert f\u00fcr Olympia\u201c ist mit etwa 800 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der weltgr\u00f6\u00dfte Schulsportwettbewerb. 1969 wurde \u201eJtfO\u201c als Initiative der Zeitschrift \u201eStern\u201c von Henri Nannen und Willi Daume sowie der Konferenz der Kultusminister ins Leben gerufen und bietet Sch\u00fclern die M\u00f6glichkeiten, im schulischen Rahmen Wettkampf-Erfahrung zu sammeln.<\/p>\n<p>Auch das Saarland kann sich als kleinstes Bundesland mit Erfolgen auf Bundesebene sehen lassen. Nach Angaben des Bildungsministeriums stellt das Saarland regelm\u00e4\u00dfig Bundessieger. Vor allem das Saarbr\u00fccker Gymnasium am Rotenb\u00fchl, eine Eliteschule des Sports, schneidet st\u00e4ndig erfolgreich ab. Nach Angaben des Ministeriums nehmen j\u00e4hrlich etwa 90 Prozent der Gymnasien, 80 Prozent der Gesamt- und Erweiterten Realschulen und 30 Prozent der Beruflichen Schulen des Saarlandes am Wettbewerb teil, der von Organisatoren als \u201eTalentschmiede\u201c bezeichnet wird. Zahlreiche Spitzensportler gingen hieraus hervor, wie Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick oder Ex-Tennisprofi Boris Becker.<\/p>\n<p>Im Saarland machen trotz der G8-Reform und r\u00fcckl\u00e4ufiger Sch\u00fclerzahlen j\u00e4hrlich rund 6000 Sch\u00fcler bei \u201eJtfO\u201c mit. Im Fr\u00fchjahr 2012 kamen f\u00fcnf Schulen aus dem Saarland unter die besten zehn Mannschaften. Das Gymnasium am Rotenb\u00fchl wurde Neunter im Ger\u00e4tturnen (M\u00e4dchen), F\u00fcnfter im Badminton (gemischte Mannschaft) und siegte im Tischtennis (M\u00e4dchen). Die Erweiterte Realschule G\u00fcdingen belegte in der gemischten Badminton-Wertung Platz sieben, die Handballer des Saarlouiser Max-Planck-Gymnasiums wurde Neunter. Das Cusanus-Gymnasium in St. Wendel belegte im Tischtennis Platz sieben (M\u00e4dchen) und im Volleyball wurde das Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach Vierter.<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht seit Anfang Juli 2012 in unterschiedlichen Lokalausgaben der Saarbr\u00fccker Zeitung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bewegungsf\u00f6rderung schon im Kindergarten sinnvoll \u2013 LSVS-Projekt seit 2003 Zus\u00e4tzliche Bewegung durch Sportklassen, Sch\u00fclermentoren und AGs \u2013 SZ-Serie \u201eSchule und Sport\u201c, Teil 2 Um Sch\u00fclern mehr Sportunterricht zu gew\u00e4hrleisten, haben Bildungsministerium und LSVS Sportklassen und Leistungs-AGs eingerichtet. 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