{"id":172,"date":"2010-07-17T14:06:27","date_gmt":"2010-07-17T12:06:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sebastian-zenner.de\/?p=172"},"modified":"2014-09-10T18:08:09","modified_gmt":"2014-09-10T16:08:09","slug":"kay-friedmann-blick-zuruck-ohne-groll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sebastian-zenner.de\/?p=172","title":{"rendered":"Kay Friedmann: Blick zur\u00fcck ohne Groll"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kay Friedmann, Ex-Profi des 1. FC Kaiserslautern, ist heute Physiotherapeut<\/strong><\/p>\n<p>R\u00f6merberg. Kay Friedmann ist zufrieden. \u201eIch habe alles richtig gemacht und bereue meine Entscheidung nicht\u201c, sagt der ehemalige Fu\u00dfballprofi des FC 08 Homburg und des 1. FC Kaiserslautern. Heute ist er selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig und betreibt zusammen mit anderen \u201ePhysios\u201c eine Gemeinschaftspraxis f\u00fcr Physiotherapie in seiner Heimatgemeinde R\u00f6merberg.<\/p>\n<p>Nach dem Karriereende 1995 (letzte Station: 1. FC N\u00fcrnberg) absolvierte Friedmann seine Ausbildung zum Physiotherapeut bei den \u201eRoten Teufeln\u201c und arbeitete sieben Jahre lang im medizinischen Stab des Vereins, mit dem er als Spieler 1990 DFB-Pokalsieger und 1991 Deutscher Meister wurde. Dann kam der Schock: die K\u00fcndigung im Jahr 2007. \u201eIch hatte Riesenprobleme mit der damaligen F\u00fchrung (Anm. d. Red.: damaliger Clubchef war Erwin G\u00f6bel), deshalb kam es zur Trennung\u201c, erinnert sich Friedmann an seinen ungewollten Abschied. Dieser wurde in einem 15 Minuten-Gespr\u00e4ch mit G\u00f6bel und einen Tag vor dem Trainingsauftakt zur Saison 2007\/2008 abgehandelt. Angesprochen auf die von Vereinsseite als \u201ebetriebliche K\u00fcndigung\u201c deklarierte Entlassung meinte Friedmann gegen\u00fcber der Zeitung \u201eDie Rheinpfalz\u201c damals: \u201eIch hatte mich auf die Saison vorbereitet, h\u00e4tte nie damit gerechnet. Das traf mich so unvorbereitet, dass ich auch noch keinen Plan B hatte.\u201c<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter hatte er ihn, den Plan B. Im Laufe der Zeit wurde daraus sogar sein pers\u00f6nlicher Plan A. \u201eIch bin damals zur\u00fcck in meine Heimat R\u00f6merberg gegangen und hatte dort die M\u00f6glichkeit, in die Praxis meiner heutigen Partner einzusteigen \u2013 und das habe ich genutzt\u201c, erz\u00e4hlt der Pf\u00e4lzer und freut sich noch heute \u00fcber diese Entscheidung: \u201eWir expandieren und haben mittlerweile sogar ein angeschlossenes Fitnessstudio im Nachbarort. Ich kann au\u00dferdem Arbeiten und Urlaub machen, wann ich will \u2013 das ist meine Zukunft.\u201c Ein Wirken als Trainer konnte sich Friedmann hingegen nie vorstellen: \u201eDas ist ein brutal schwerer Job. Du musst dich auf hohem Niveau Tag und Nacht mit Fu\u00dfball besch\u00e4ftigen und das kam f\u00fcr mich nie in Frage\u201c, sagt der 47-J\u00e4hrige. Fu\u00dfball spielen ist aber vor Motorrad fahren und Reisen immer noch sein Hobby Nummer eins, dem er in der AH seines Heimatclubs TuS Mechtersheim oder der Traditionsmannschaft des 1. FC Kaiserslautern nachgeht.<\/p>\n<p>Bis zu seinem Weggang vom FCK 2007 lebte der geb\u00fcrtige Speyerer 25 Jahre lang in Homburg. \u201eMeine Zeit im Saarland war eine sehr angenehme. Ich habe die Saarl\u00e4nder als sehr kontaktfreudige Menschen kennengelernt\u201c, erz\u00e4hlt Friedmann, der 1982 zum FC Homburg wechselte. Nur ein Jahr sp\u00e4ter schaffte er mit 20 Jahren seinen ersten gro\u00dfen Erfolg: die Deutsche Amateurmeisterschaft 1983. \u201eDas war damals schon eine sehr tolle Zeit. 1984 sind wir in die zweite Liga aufgestiegen, dort bekam ich dann meinen ersten Profivertrag und 1986 stiegen wir in die erste Bundesliga auf.\u201c Noch im selben Jahr erfolgte der Wechsel zum FCK: \u201eDer Gewinn der Meisterschaft &#8217;91 war f\u00fcr mich dann das Gr\u00f6\u00dfte. Das entscheidende Spiel in K\u00f6ln damals (6:2-Sieg, Anm. d. Red.) beeindruckt mich heute noch. Lange vor dem Anpfiff sah man in der ganzen Stadt nur Pf\u00e4lzer.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl Friedmann in seiner Karriere mit Spielern wie Stefan Kuntz, Tom Dooley oder Bruno Labbadia zusammen spielte, blieb ihm ein anderer ganz besonders im Ged\u00e4chtnis: Manfred Lenz, ein Mitspieler aus Homburger Zeiten. \u201eIch war damals noch jung und er ein erfahrener Spieler. Menschlich und als Fu\u00dfballer war er wirklich vom Feinsten und hat mir gezeigt, auf was es im Fu\u00dfball ankommt: Engagement, Einsatzwille und trotzdem eine gewisse Lockerheit\u201c, schw\u00e4rmt Friedmann von dem \u201eabsoluten F\u00fchrungsspieler, der immer dahin ging, wo es wehtut. Vor ihm hatte ich h\u00f6chsten Respekt.\u201c<\/p>\n<p>Den Respekt hat er auch wieder vor seiner \u201ealten Liebe\u201c, dem FCK zur\u00fcckgewonnen: \u201eNat\u00fcrlich verfolge ich das aktuelle Geschehen \u2013 in Kaiserslautern, aber auch in Homburg. Stefan Kuntz zu holen, war die wichtigste Entscheidung des Vereins. Ohne ihn w\u00e4ren sie jetzt nicht da, wo sie sind.\u201c<\/p>\n<p><em><strong>Zur Person<\/strong><\/em><br \/>\nKay Friedmann , geboren am 15. Mai 1963, absolvierte in elf Jahren als Profi-Fu\u00dfballer 72 Spiele (14 Tore) in der Zweiten und 169 Spiele (sieben Tore) in der Ersten Bundesliga. Seine Stationen: FC Homburg (1984 bis 1986, 58 Zweitliga-Spiele, zw\u00f6lf Tore), 1. FC Kaiserslautern (1986 bis 1991, 97 Erstliga-Spiele, vier Tore) und 1. FC N\u00fcrnberg (1991 bis 1995, 72 Erstliga- und 14 Zweitliga-Spiele, f\u00fcnf Tore).<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht am 17. Juli 2010 in der Saarbr\u00fccker Zeitung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kay Friedmann, Ex-Profi des 1. FC Kaiserslautern, ist heute Physiotherapeut R\u00f6merberg. Kay Friedmann ist zufrieden. \u201eIch habe alles richtig gemacht und bereue meine Entscheidung nicht\u201c, sagt der ehemalige Fu\u00dfballprofi des FC 08 Homburg und des 1. FC Kaiserslautern. 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